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Überlasst die Politik nicht den Alten!

Ein Beitrag von Abdu Baack

Die Flagge des "Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten"
„Solidarity“ by Abdu Baack

Weil solidarisches Miteinander momentan wichtiger denn je ist

Am Samstag, den 28.01.2017, versammelten sich circa 250 Personen an der Fritz-Reuter-Allee 48, um gegen die Übergriffe, aus der rechten Szene heraus, auf Linke in Neukölln und Kreuzberg zu demonstrieren. Neben Reden von Mirjam Blumenthal, welche selber bereits zwei Mal Opfer von rechter Gewalt wurde, gab es Reden von Politikern von Die Linke, Die Grünen und der SPD, eines Gründungsmitglied der Initiative „Hufeisern gegen Rechts“ und einige mehr. Des Weiteren waren Personen von der „Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak“, IG-Metall, das Bündnis Neukölln und einige weitere Personengruppen.

Die Teilnehmerzahl am Samstag ist, nach der eher mauen Teilnehmerzahl bei der Demo am vergangenen Mittwoch vor dem Rathaus Neukölln gegen die AfD, überraschend gewesen. Zusätzlich kam nämlich noch dazu das die Studenten des besetzten ISW (Institut für Sozialwissenschaften) der HU, parallel eine Demonstration organisierten, welche sicherlich ebenfalls einige politisch links orientierte angezogen haben wird. Dennoch überraschten erstaunlich viele und ein ziemlich durchmischtes Publikum, von Familien über Schüler und Mittzwanziger bis hin zu Mittvierzigern, Senioren und Rentner war so ziemlich jedes Jahrzehnt vertreten. Sie zeigten gemeinsam freiheitlich-demokratische Solidarität gegenüber den Nazitrupps, die sich momentan gezielt Personen aussuchen und diese bedrohen.

Gerade erst am Mittwoch viel einem Pressefotografen ein Herr mit Kamera auf, der gezielt Journalisten und Demonstranten porträtierte. Dieser war dann ganz plötzlich jedoch verschwunden. Der momentane Wandel in Neukölln und Kreuzberg, die Tatsache das Rechte und Rechtsextreme sich mehr Trauen und versuchen Linke einzuschüchtern und zu vertreiben, ist ein Wandel, der so nicht toleriert werden darf! Wir als freiheitlich-demokratische Masse müssen zeigen, dass es in unserer Gesellschaft für solch verblendete Leute keinen Platz gibt und was eignet sich da besser als auf die Straße zu gehen und zu zeigen, was wir davon halten?

In einer Rede von Roger Willemsen, welche er 2015 hielt, appellierte er an die jüngeren Generationen, dass diese sich auf keinen einverstanden zeigen dürften, mit allem, mit der Welt wie sie nun mal ist.

Genau das ist es was leider momentan passiert. Jüngere Generationen gehen durch die Welt, interessieren sich zwar für Politik, reden aber nicht mit und bereuen es dann im Nachhinein nicht mitgeredet zu haben, bestes Beispiel dafür ist der Brexit. Aber auch die Wahl von Trump kann man dazu zählen. Rechte sind momentan auf dem Vormarsch und das ist gefährlich und ja das macht mir auch Angst. Ich denke, da bin ich nicht der Einzige dem es so geht.
Also soll dieser Text nicht nur ein Bericht über die Demo vergangenen Samstag sein, sondern ebenfalls ein Appell an alle der Generation-Y, beteiligt euch! Geht raus auf die Straße! Macht euren Mund auf und sagt was euch nicht passt! Überlasst die Politik nicht den alten!

Hier gibt es weitere Bilder der Kundgebung:

Kundgebung gegen Intoleranz und Rassismus - Berlin - 28.01.17

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