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Die Struktur der heutigen Welt – empört euch!

Ein Beitrag von Gastautor-Anonymous

Protester
Protester (Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e4/J20_democracy_dc.jpg)

Der Triumphzug des globalisierten Kapitalismus ist mehr als offensichtlich und birgt angeblich keine Alternative zum Neoliberalismus, jener aggressiven Wirtschaftsideologie, die den ohnehin schon Reichen und Mächtigen das Leben noch einfacher macht.

Es scheint fast so, als würden die „Neoliberalisten“ den Anspruch darauf beheben der einzige vernünftige Weg der Zukunft der Menschheit zu sein. An sich basiert unsere heutige Wirtschaftsform immer noch auf dem Fundament des Kolonialismus, der den westlichen Staaten es immer noch ermöglicht, über ihre Verhältnisse zu leben und Staaten in Afrika, Asien und Süd Amerika zu schwächen, immer dem eigenen Vorteil beziehungsweise dem Selbstnutzen zu Gute. Es lohnt sich einmal genauer hinzuschauen, die Strukturen hinter den großen Organisationen NATO, IWF, UNO oder EU und viele weitere zu erläutern. De jure besitzen die Länder der sogenannten „Dritten Welt“ den Status einer Nation, eines Staates. De facto sind sie nichts weiter als Raubbauzonen der westlichen Großkonzerne, die dank des Neoliberalismus und Fusionen wachsen und wachsen. Rohstoffe aller Art werden für Produkte in der sogenannten „Ersten Welt“ den eigentlichen Bewohnern dieser Region weggenommen, praktisch Endeignung. Eigentlich nichts Neues, jeder weiß darum. Ändert nichts an der Tatsache, dass es niemanden wirklich interessiert was von Śtatten geht, seit Jahrhunderten schon. Das Böse wechselt nur zu gerne sein Gesicht. All das ist gebettet in einem komplizierten Konstrukt. Ein hilfreicher Satz, um, zu verstehen was gemeint ist – „Ohne Sklaven, keine Kultur“. An sich sind die Bewohner und Bürger, der „freien“ westlichen Welt, Sklaven erster Klasse – Sklaven der modernen Welt. Was bieten wir? Unsere Arbeitskraft, Daten und unsere Tätigkeit als Konsument.

„Wir erscheinen heute als eine Kultur ohne jegliches Gewissen. Aleppo versinkt – Berlin feiert sich selbst.“ – ein kurzes Beispiel; der IWF und die Strukturanpassungsprogramme: der Internationale Wirtschaftsfond, berühmt berüchtigt, bekannt aus Medien und Fernsehen. Hört sich seriös an, eine Institution, die von der Finanz und Geldelite geleitet wird, kann ja nur seriös sein. Was ist der IWF eigentlich genau? Er nimmt sich den Status als Kontrollinstanz an, der dazu da ist das Währungsgleichgewicht herzustellen bzw währungspolitische Zusammenarbeit zu fördern. Der IWF vergibt Geldkredite, meist an Staaten. Diese belaufen sich auf fünf bis zehn Jahre und sind gebunden an äußerst pikanten Strukturanpassungsprogrammen (SAP). Diese werden individuell auf einen Staat zugeschnitten, je nach BIP, Wirtschafts- und Soziallage der Nation und so weiter. Grundmuster der SAPs sind wie folgt – Kürzungen im Gesundheits- und Bildungswesen sowie in öffentlichen und sozialen Leistungen, weitreichende Privatisierung, Senkung der Reallöhne (Inflationsbekämpfung), Öffnung des nationalen Marktes für Güter, Finanztransaktionen und Investitionen – Abbau von Handelshemmnissen – Abwertung der Inlandswährung, Umorientierung der nationalen Wirtschaft auf Export, der billige Produkte für Industrienationen ermöglicht und Importe teuer macht. Es soll also der Export gesteigert und der Import gedrosselt werden. Alles im Sinne der „freien westlichen Nationen“.

Wie finanziert sich der IWF? Der IWF ist eine Sonderorganisation der UN – Vereinte Nationen – und finanziert sich nach Höhe der Quoteneinzahlung der Mitgliedsstaaten. Logischerweise wird diese Quoteneinzahlung auf die wirtschaftliche Stärke des jeweiligen Landes bemessen. Die größten Geldgeber sind demnach USA, Japan, BRD, Großbritannien und Frankreich – diese Staaten besitzen knapp 40% des Stimmgewichts und somit viel Macht. Das Zentralbanksystem ist der größte Betrug in der Geschichte der Menschheit. (Quelle: FAU Münster, „Globalisierung und Widerstand“) Durch die wachsende Ungleichheit wird es ab einem bestimmten Grad sinnlos von Demokratie oder demokratischen Normen zu sprechen. Die Ungleichheit hat uns in Europa genauso eingeholt wie in Amerika und anderen Teilen der Welt. 1% der Weltbevölkerung besitzt 46% der verfügbaren Ressourcen. 10% der Bevölkerung besitzt 86% Ressourcen. 10% der Weltbevölkerung – dies ist ca. der Anteil des Adels in der Feudalgesellschaft vergangener Tage. Man könnte also behaupten, dass wir das Feudalsystem nie überwunden haben. Was also tun wir? Wir die Kleinprivilegierten, auf einer Insel der Zivilisation im Zentrum der Welt, bedrängt von der Oligarchie und den Mittellosen Menschen der sogenannten „Dritten Welt“. Das Kapital abschaffen? Eine Atombombe auf ein Bilderbergertreffen los lassen? Anonymus zur Untergrundkampfeinheit ausbauen? Dazu muss man verstehen, dass die Geldelite in der Lage ist, zu manipulieren mit einer äußerst mächtigen Waffe – Angst! Natürlich, wer über unendlich viel Geld verfügt, verfügt auch über die Medienkonzerne. Visuelle Medien, elementar und unabdingbar in der heutigen Zeit. Nichts spricht Menschen emotional mehr an als Bilder, Videos, Visuelles das sich bewegt und uns etwas erzählt. Wir glauben es auf Anhieb! Hinterfragen? Wieso? Es wurde so gesagt, gezeigt, also stimmt es auch. Pustekuchen! Der moderne Mensch hat das Interesse an seiner Welt verloren, nicht weil sie uninteressant ist, sondern weil er sie als von Wundern befreit ansieht oder präziser, weil er die Wunder übersieht. Man wächst eigentlich mit dem Bewusstsein auf, dass die ganze Welt verstehbar sei. Dabei geht es nicht darum, dass jemand wirklich versteht, wie Gas eine Laterne zum Leuchten bringt. Die wenigsten Menschen wissen etwas Essenzielles über das, was ihnen tagtäglich begegnet. Und das ist gefährlich, sie machen sich abhängig. Beschämenderweise haben wir nicht nur die Neugierde verloren, sondern auch den Anreiz, verstehen zu wollen. Die Erde wird wahrgenommen als ein Ort, der ein Wesen beherbergt, das sich und seine Situation im Universum erkennt, aber für sinnlos hält. Weil wir die Güte Gottes wissenschaftlich aufgelöst haben, spricht nichts dafür uns um unsere Werte zu kümmern.

[Unserer Statement zu Gastbeiträgen]

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